Sexualtherapie

Da das Bedürfnis meiner Klienten, vor allem bei der Paarberatung, nach therapeutischer Hilfe bzgl. der Sexualität der Betreffenden erfahrungsgemäß groß ist, habe ich eine Fortbildung in Sexualtherapie absolviert. In der Tat ist die sexuelle Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil des körperlichen und mentalen Wohlbefindens jedes Individuums. Es ist also von äußerster Wichtigkeit, bei sexuellen Funktionsstörungen die Ursachen zu erforschen, um wieder eine glückliche und erfüllende Beziehung herzustellen.

In meiner sexualtherapeutischen Fortbildung wurde ich diesbezüglich in diagnostischer - sowie Beratungskompetenz ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt bestand daraus, sexuelle Probleme und Konflikte wahrzunehmen, zu erkennen sowie darüber zu sprechen. In einem theoretischen Teil wurde auf gesellschaftliche und kulturelle Grundlagen der Sexualität eingegangen und anatomische, physiologische und entwicklungspsychologische Grundlagen vermittelt, sowie ein Überblick über Beratungs - und Behandlungskonzepte in verschiedenen Settings vermittelt. Großer Wert wurde dabei auf den praktischen Teil gelegt, der sich mit einer Selbstreflexion befasste.

In meiner Praxis kommen bei der Behandlung oder Therapie/Sexualtherapie von

  • sexuellen Funktionsstörungen,
  • Störungen der sexuellen Reaktion, Appetenz, Erregung, Orgasmus und Entspannung,
  • persönlichen Schwierigkeiten mit den eigenen sexuellen Neigungen und Vorlieben oder denen des Partners,
  • bei Fragen bzgl. nachlassender Leidenschaft und Verlangen in Langzeitbeziehungen

unterschiedliche Methoden, wie Verhaltenstherapie, Psychotherapie für Paare, eine angeleitete Paargeprächsmethode, sowie bindungstherapeutische und systemische Ansätze zum Tragen.

Die gestörte Sexualfunktion ist häufig das sexuelle Symptom für eine zu Grunde liegende frustrierte Erfüllung von Grundbedürfnissen in der Paarbeziehung. Werden diese wieder erfüllt, können sich gestörte Sexualfunktionen wieder erholen und müssen deshalb nicht zwingend im Fokus der therapeutischen Arbeit der Behandlung sein, sondern die partnerschaftliche Beziehung selbst. Nicht ein Symptomträger wird zum Patienten, sondern das Paar erhält Hilfe zur Selbstheilung.

Durch angstfreie und lustvolle, sexuelle Körperkommunikation können Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Geborgenheit und Bindung erfüllt werden, wodurch die Belastung/sexueller Leistungsdruck (fremd- oder selbsterzeugt), genommen wird und sich Lust auf und in der partnerschaftlichen Sexualität steigern kann. So kann für beide Partner sichtbar werden, dass ihre gestörten Sexualfunktionen Ausdruck von Störungen ihrer partnerschaftlichen Beziehung waren.

Bei der Sexualtherapie erfolgen im höchstens 14-tägigen Rhythmus Gesprächstermine vom 90 Min. Dauer. Das Paar sollte bereit sein, in den Sitzungen erarbeitete Schritte an mindestens zwei "Verabredungen" in der Woche miteinander auszuprobieren und die finanziellen Aufwendungen zu tragen.

Die medikamentöse Behandlung nicht organisch bedingter sexueller Funktionsstörungen ist eine Therapie der Symptome, verspricht aber keine Besserung der Grundproblematik. Sie kann u.U. als Unterstützung der Therapie eingesetzt werden.

Wichtig ist, dass beide Partner nicht allein die Symptombehebung, sondern die partnerschaftliche und sexuelle Beziehungszufriedenheit wünschen.